Samstag, 12. September 2015

Day 60

Hallo Ihr lieben, 
Nachdem die letzten 1 1/2 Monate wirklich der schlimmste Alptraum war, bin ich jetzt endlich in der schönen Zeit meines Auslandsjahres angekommen. 

Da mein Name "Magdalena" ziemlich hart für Philippions zu sprechen ist, nehme ich dieses Jahr Gebrauch, von einen meiner vielen anderen Namen. Ich hab jetzt das vergnügen ein Jahr als Paula unterwegs zu sein. Am Anfang war es etwas ungewohnt, aber mittlerweile finde ich den Namen wirklich schön und vor allem kurz. Die Sache mit den Namenswandel hat schon in Manila begonnen, als meine Organisation mir mein Namensschild mit Paula gegeben hat.

Seit Montag besuche ich jetzt schon meine neue Schule. Meine neue Highschool ist ziemlich groß und komplett anders als die Schule in Iloilo. Es ist diesmal eine Internationale Schule von Elementary School bis College. Wir müssen um 7.30AM in der Schule sein, der Unterricht beginnt aber erst um 8AM. Der Schultag ist wirklich ziemlich lang und endet jeden Tag erst um 4.30PM. Wir haben dafür aber auch 1,5h Lunchtime. Montags ist wie in jeder Schule eine Flaggen Zeremonie. Bei dieser singt man die Nationalhymne und Schulhymne, die Flagge wird hochgezogen, wichtige Ereignisse werden angesprochen, Gratulationen für sportliche Erfolge usw. Dies erfolgt alles in Anwesenheit der kompletten Schule, bei dieser Veranstaltung am Montag "durfte" ich dann auch eine kleine Willkommens rede halten.. Meine Klasse hat mich super aufgenommen und alle sind wirklich sehr nett und lieb. Die neue Schule ist für philippinische Verhältnisse ziemlich modern. Mein Klassenraum besitzt 2 Klimaanlagen, die Lehrer arbeiten mit Laptop und Beamer.  Man hat ziemlich viele Projekte, die meisten haben etwas mit einer Modelshow zu tun. Mittlerweile war ich schon bei 3 Mr&Mrs Wahlen, welche wirklich mit einer riesen Show präsentiert wird. 

Meine neue Schule

Ausblick 4th Floor


In Davao ist soviel mehr möglich als in Iloilo. Nach der Schule einfach zur Mall oder rausgehen, sich mit Freunden treffen, diese Sachen waren in Iloilo ja undenkbar, in Davao hingegen, ist es möglich.

Zurzeit bin ich dabei zu lernen alleine Truck, Jeepney und Tricycle zu fahren. Gerade gestern haben Ninon und ich unseren ersten versuch gestartet, natürlich gab es Schwierigkeiten und wir sind ein Teil unseres Weges gelaufen. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. 




Freitag Abend waren wir auf einer dieser geliebten Schönheitsshows hier. Die Show ging gute 4h. 

Montag bin ich genau 2 Monat von zuhause weg. Rückblickend betrachtet ist die Zeit wirklich schnell vergangen auf einer Seite aber auf der anderen Seite war es die längste Zeit meines Lebens. Nach dem ich die ersten 1 1/2 Monate wirklich mit mir gekämpft habe, dass ich mein Jahr nicht abbreche, bin ich jetzt echt froh und auch stolz auf mich, dass ich noch hier bin. Der Kontakt zu Deutschland ist durch die 6 stündige Zeitverschiebung manchmal wirklich schwierig. Leider gibt es in meinem -Freundeskreis- wirklich Kandidaten, die sich nicht melden, weil sonst weinen würden, weil die ganze Angelegenheit so traurig für sie ist. Ich glaube daran, dass auch solche Erfahrungen zu diesem Jahr dazu gehören. Um zu merken wer die wirklich waren Freunde sind. 



In diesem Sinne, hoffe ich dass es euch allen zuhause gut geht und 
Ihr nicht zu sehr friert, 

Liebe Grüße aus den zurzeit  33 Grad warmen Davao City.