Donnerstag, 12. November 2015

120 Days

Nach meiner 2 wöchigen Beurlaubung in Deutschland, bin ich jetzt zurück auf den Philippinen.
Diesmal ist meine Reise von Berlin gestartet über Abu Dhabi nach Manila. Eine Nacht hab ich in der Hauptstadt verbracht, bevor es dann am nächsten Tag weiter ging in den Norden der Philippinen. Ich wurde herzlich von meiner Gastschwester mit Plakat begrüßt, sowie von den AFS Freiwilligen.










Fast 4 Monate meines Auslandsjahres sind jetzt schon um. .Meine neue  Familie besteht aus Mama und 4 älteren Schwestern, von denen nur eine zu Hause lebt. Zwei sind in Manila und eine in Spanien. Generell habe ich viele Tanten und Onkel, sowieso Cousinen und Cousins, welche in meinem Alter oder älter sind.




 Mein neuer Ort ist auch bekannt als heißester Ort der Philippinen, weil hier 36/37 Grad im Sommer normal sind, aber es auch bis zu 40 Grad hoch geht. Ich habe jetzt schon etwas Angst vor dieser Hitze.
Die Bewohner dieses Ortes sehen nicht sonderlich oft Europäer, da dies kein Touristenort wie Davao ist. Dementsprechend wird man hier von allen Seiten angeschaut, als wäre man ein Alien / etwas außerirdisches was falsch gelandet sei. Das deutsche Sprichwort "Ich bin so weiß wie Käse" bekommt hier eine richtige Bedeutung. Das Filipinos schüchtern sind, stimmt mehr als zu. Sie finden diese weiße Hautfarbe so schön, dass sie regelrecht Angst haben mit jemanden zu sprechen.
Schule auf den Philippinen: 
Meine neue Schule ist eine streng katholische Schule, welche von Nonnen gleitet wird. Generell ist Schule hier im Vergleich zum deutschen Schulsystem ein wirklicher Unterschied. Es hängt immer etwas von der Schule ab. Manche Schule halten die Flaggen Zeremonie einmal wöchentlich ab, andere Schule hingegen jeden Tag.
Montags/ Dienstag  geht Schule von 7.30 AM - 5.00 PM
Mittwoch                                       7.30 AM - 3.00 PM
Donnerstag/ Freitag                        7. 15 AM - 5.35 PM
Von 7 bis zu 10 Klasse haben alle einen gleich langen Tag.( Mein Stundenplan ist anders, dass ich hauptsächlich English Kurse und Biologie belege in Highschool)
Es bedeuten aber nicht dass man immer Unterricht hat, weil die Lehrer sind manchmal zu beschäftigt um zu erscheinen. Manchmal geht man zur Schule ohne dass überhaupt ein Lehrer am Tag hat.

Ich wohne direkt neben der Schule, was wirklich praktisch ist. Ich brauche vielleicht 2 Minuten zu Fuß zur Schule.
Kirche auf dem Schulgelände 
Meine Familie besitzt eine Farm, welche sie ab und zu besuchen. Seitdem ich hier bin, waren wir einmal dort. Dort ist ein Haus, Pflanzen und Tiere und angestellte, welche die Tiere versorgen, auf das Anwesen aufpassen und erweitern.














Freitag, 18. September 2015

Day 66

Seit 2 Monaten und 4 Tagen oder auch 9 Wochen und 3 Tage bin ich jetzt schon von Deutschland weg.  Seit 2 Wochen gehe ich jetzt auf meine neue Schule. Das Leben auf den Philippinen ist wirklich das komplette gegenteil von Deutschland.

Filippinos sind so unpünktlich, sie kommen gern mal 2h zuspät ist komplett normal. Sie bezeichnen es selbst als Filippino Time. Man isst zu jeder Mahlzeit Reis, was mir am morgen wirklich schwer fällt. Dafür gibt es hier aber auch das beste Obst was ich jemals in meinem Leben gegessen habe.
Jedes Essen ist süß, aber daran gewöhnt man sich wirklich. Womit ich mich gar nicht anfreunden kann ist die Cola mit Eis bei mc'Do(Foto im Anhang).
 Mittlerweile ist aber ein bisschen Normalität eingekehrt, man steht auf, geht zur Schule, macht danach etwas und dann geht's nach Hause, eigentlich wie in Deutschland. Nur mit dem Unterschied dass man die Leute hier kaum kennt und niemanden richtig vertrauen kann. Die Menschen hier sind ziemlich geschwätzig, dass bedeutet dass wenn einer etwas weiß, alle anderen es auch wissen. Die Schulen haben ziemlich strenge Regeln, wenn man Beispielsweise eine Freistunde hat, darf man nicht früher nach Hause gehen. Es gibt Sicherheitsleute die stehts darauf achten dass die Schüler erst um 4.30PM das Schulgelände verlassen. Ebenso besitzen Schulen strenge Kleiderordnungen für Gäste aber auch Schüler. Es gibt auch Regeln für die Frisur. Make Up gehört auch zu der No-go Liste, bei diesen heißen Temperaturen hier, könnte ich mir aber auch gar nicht vorstellen welches zu tragen. Hier ist es wie ein Trend die Hände mit Desinfektionsmittel zu reinigen, jeder hat es in der Tasche. Wenn jemand Krank ist, setzt er sich einen Mundschutz auf.

Diese Woche habe ich meinen ersten Ausflug zu Roxas gemacht.. ohne ende Streetfood. Ein Himmel aus Essen. Die Philippinen sind ein sehr verrücktes Land mit für uns komischen regeln. Am Anfang ist es wirklich schwer durchzusehen, aber mit der Zeit lernt man immer mehr dazu. Wenn man aus einem Jeepney aussteigen möchte, klopft man einfach mit einer Münze gegen die Haltestange an der Decke. Beim bezahlen wird das Geld durch gegeben und man sagt "bayad". Es ist das komplette Gegenteil vom organisierten und Modernen Deutschland.


















Samstag, 12. September 2015

Day 60

Hallo Ihr lieben, 
Nachdem die letzten 1 1/2 Monate wirklich der schlimmste Alptraum war, bin ich jetzt endlich in der schönen Zeit meines Auslandsjahres angekommen. 

Da mein Name "Magdalena" ziemlich hart für Philippions zu sprechen ist, nehme ich dieses Jahr Gebrauch, von einen meiner vielen anderen Namen. Ich hab jetzt das vergnügen ein Jahr als Paula unterwegs zu sein. Am Anfang war es etwas ungewohnt, aber mittlerweile finde ich den Namen wirklich schön und vor allem kurz. Die Sache mit den Namenswandel hat schon in Manila begonnen, als meine Organisation mir mein Namensschild mit Paula gegeben hat.

Seit Montag besuche ich jetzt schon meine neue Schule. Meine neue Highschool ist ziemlich groß und komplett anders als die Schule in Iloilo. Es ist diesmal eine Internationale Schule von Elementary School bis College. Wir müssen um 7.30AM in der Schule sein, der Unterricht beginnt aber erst um 8AM. Der Schultag ist wirklich ziemlich lang und endet jeden Tag erst um 4.30PM. Wir haben dafür aber auch 1,5h Lunchtime. Montags ist wie in jeder Schule eine Flaggen Zeremonie. Bei dieser singt man die Nationalhymne und Schulhymne, die Flagge wird hochgezogen, wichtige Ereignisse werden angesprochen, Gratulationen für sportliche Erfolge usw. Dies erfolgt alles in Anwesenheit der kompletten Schule, bei dieser Veranstaltung am Montag "durfte" ich dann auch eine kleine Willkommens rede halten.. Meine Klasse hat mich super aufgenommen und alle sind wirklich sehr nett und lieb. Die neue Schule ist für philippinische Verhältnisse ziemlich modern. Mein Klassenraum besitzt 2 Klimaanlagen, die Lehrer arbeiten mit Laptop und Beamer.  Man hat ziemlich viele Projekte, die meisten haben etwas mit einer Modelshow zu tun. Mittlerweile war ich schon bei 3 Mr&Mrs Wahlen, welche wirklich mit einer riesen Show präsentiert wird. 

Meine neue Schule

Ausblick 4th Floor


In Davao ist soviel mehr möglich als in Iloilo. Nach der Schule einfach zur Mall oder rausgehen, sich mit Freunden treffen, diese Sachen waren in Iloilo ja undenkbar, in Davao hingegen, ist es möglich.

Zurzeit bin ich dabei zu lernen alleine Truck, Jeepney und Tricycle zu fahren. Gerade gestern haben Ninon und ich unseren ersten versuch gestartet, natürlich gab es Schwierigkeiten und wir sind ein Teil unseres Weges gelaufen. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. 




Freitag Abend waren wir auf einer dieser geliebten Schönheitsshows hier. Die Show ging gute 4h. 

Montag bin ich genau 2 Monat von zuhause weg. Rückblickend betrachtet ist die Zeit wirklich schnell vergangen auf einer Seite aber auf der anderen Seite war es die längste Zeit meines Lebens. Nach dem ich die ersten 1 1/2 Monate wirklich mit mir gekämpft habe, dass ich mein Jahr nicht abbreche, bin ich jetzt echt froh und auch stolz auf mich, dass ich noch hier bin. Der Kontakt zu Deutschland ist durch die 6 stündige Zeitverschiebung manchmal wirklich schwierig. Leider gibt es in meinem -Freundeskreis- wirklich Kandidaten, die sich nicht melden, weil sonst weinen würden, weil die ganze Angelegenheit so traurig für sie ist. Ich glaube daran, dass auch solche Erfahrungen zu diesem Jahr dazu gehören. Um zu merken wer die wirklich waren Freunde sind. 



In diesem Sinne, hoffe ich dass es euch allen zuhause gut geht und 
Ihr nicht zu sehr friert, 

Liebe Grüße aus den zurzeit  33 Grad warmen Davao City. 

Sonntag, 6. September 2015

Day 54

Ich kann es selbst kaum glauben, dass ich bald schon 2 Monate von meinem zuhause weg bin. Mit 1/5 meines Aufenthaltes hier bin ich schon fast fertig.

Nach meiner Ankunft in Davao City und meinen ersten richtigen Kulturschock, habe ich mir 4 Tage später Dengue Fever eingefangen und eine Woche in einem Philippinischen Krankenhaus verbracht. Vor meiner Abreise zu den Philippinen, habe ich mir selbst immer gesagt, dass wenn ich krank werde, ich meinen Rückflug nach Deutschland antreten werde. Überraschung, Überraschung ich bin noch hier.

Dengue Fever ist eine Virus Erkrankung und wird von bestimmten Mosquitos übertragen. Bei mir hat es begonnen mit starken Fieber, Kopfschmerzen und dass mir andauernd Kalt war(in einem Land mit über 28 Grad täglich). Irgendwann konnte ich auf dem rechten Ohr nichts mehr hören, kein Energie Gefühl und meine Blutplättchen sind immer weiter gesunken. Ich habe eine Woche im Krankenhaus verbracht, alle 6h wurde mir Blut abgenommen um nach der Blutplättchen Anzahl zu schauen. Für gute 5 Tage hatte ich eine iv, woran man sich irgendwann echt gewöhnt hat. Leider gibt es für Dengue Fever keine Medizin, also hofft man nur dass es besser wird, viel trinken und nichts essen was dunkel ist(Schokolade).

Ich hatte aber in dieser Woche wirklich gute Gesellschaft, die anderen AFS -ler sind fast jeden Tag gekommen um mir Gesellschaft zu leisten. Ich habe in der Zeit auch das erste mal wirklich Fernseh geschaut. Auf den Philippinen gibt es "American next topmodel" was wirklich einen starken unterschied zu Germany's next Topmodel aufweist.


Die schönen Schoko Donuts konnte ich leider nicht essen. 

Das Krankenhaus war definitiv anders und eine Erfahrung wert ( vielleicht nicht die beste)
Ich bin jetzt wieder bei Familie 2 und Montag ist mein erster neuer Schultag, ich bin ziemlich aufgeregt, weil ja alles wieder bei Zero beginnt. Mir fehlen meine Freunde aus der Iloilo Zeit sehr.


Aber gemeinsam sind wir stark


Ninon und ich kennen uns nun seit unserem Aufenthalt in Manila, wo wir uns ein Zimmer teilten, über Iloilo jetzt in Davao gelandet und immer noch zusammen. Zum Glück, wir sind die einzigen die zum gleichen Ort transformiert worden sind, alle anderen Iloilo Leuten befinden sich alleine an ihren neuen Orten. 



Miss you guys 

Mittwoch, 12. August 2015

Day 29

Bevor ich in mein Abenteuer Auslandsjahr aufgebrochen bin, habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, wie es werden wird, was mich erwartet.
Nun befinde ich mich schon fast 1 Monat auf der anderen Seite der Welt. Über 10.000 km von meiner Familie und meinen Freunden entfernt. Genau vor 4 Wochen bin ich in Manila gelandet.
Man sagt dass die ersten 3 Monate die schwersten sind. Heimweh, Sprache, neue Familie usw.
Nach diesem Monat kann ich sagen, dass es nicht leicht ist. Jeder denkt dass man so glücklich sein muss, weil man im Paradies lebt. Jeden Tag mit der Sonne aufwachen, Palmen, Strand und Meer.


Die Unterricht in der Schule soll eigentlich auf English sein, aber dass variiert bei jedem Lehrer. Untereinander reden die meisten in ihrem Dialekt, nicht auf English. Mittlerweile kann ich auch schon ein paar Worte auf Tagalog.
Magandang Umaga - good morning
Kamusta ka? - How are you?
Saan ka pupunta? - Where are you going?
paalam - goodbye


                                                Der Ausblick aus einem Restaurant hier.





Kein Glas - zu gefährlich 
























Jedes Wochenende findet ein Basketballspiel unserer Schule statt. Sie sind ziemlich gut und auch mächtig stolz darauf. (aber zurecht)

Watermelon Shake ist mein absoluter Favorit.



Dadurch dass Examen Tage sind, wir aber nur 3 mitschreiben müssen, bleiben wir morgen zuhause und gehen erst Freitag wieder zur Schule. 




















Regenzeit lässt Grüßen.